KAPITEL 01
Die Welt ist
eine Taschenuhr.
Er kennt den Wert jeder Sekunde.
Nur den seines Lebens noch nicht.
Bereit zum Abspielen.
DIE WELT VOR DER REISE
Ein Mann.
Eine Ordnung.
Ein leiser Riss.
London. Ein Leben wie ein Uhrwerk: derselbe Tee, derselbe Weg, derselbe Platz im Club. Phileas Fogg hat den Zufall aus seinem Alltag verbannt.
Doch zwischen den Schlägen seiner Taschenuhr liegt etwas, das er nicht berechnen kann. Eine Erinnerung. Ein fernes Schiff. Die Ahnung, dass die Welt größer ist als der Plan, den er von ihr besitzt.
Dieses Lied steht vor der Wette. Noch ist kein Koffer gepackt. Aber etwas in ihm ist bereits aufgebrochen.
DAS LIED / WORT FÜR WORT
Hör auf das,
was zwischen den Zeigern liegt.
DAS GOLDENE ERBSTÜCK
Sie lief noch weiter,
als er fort war.
In unserer Interpretation gehörte die Uhr einst seinem Vater. Fogg zieht sie jeden Tag auf – als ließe sich mit ihrem Ticken etwas festhalten, das längst verloren ist.
Diese frei ergänzte Erinnerung gibt seiner Präzision einen persönlichen Grund. Der Mann, der jede Minute kontrolliert, hat selbst erfahren, dass die Zeit sich nicht aufhalten lässt.
DER MOMENT, IN DEM SICH ETWAS VERSCHIEBT
All these years
I’ve kept the hours.
Have I let them slip away?
All die Jahre habe ich über die Stunden gewacht.
Habe ich sie dabei verstreichen lassen?
Im ersten Refrain erklärt Fogg die Welt zum Uhrwerk.
Im letzten beginnt er zu ahnen, was ihm entgeht.
DIE WELT WARTET NICHT.
„Nun, Mister Fogg –
was wäre, wenn?“
Ein letzter Schlag der Uhr.
Dann beginnt die Wette.